Ratgeber · 3 Min. Lesezeit
Google-Unternehmensprofil für Handwerker und Dienstleister in sieben Schritten
Wie Sie Ihr Google-Unternehmensprofil anlegen, beanspruchen und so pflegen, dass es Anfragen bringt. Für Handwerksbetriebe, Praxen und Dienstleister in Österreich.
Für regionale Betriebe bringt das Google-Unternehmensprofil oft mehr Anfragen als die Website selbst. Es ist der Eintrag mit Karte, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen, der bei „Elektriker in der Nähe“ oder „Zahnarzt Wels“ ganz oben erscheint. Das Profil ist kostenlos. Die meisten Betriebe haben eines, viele haben es nie beansprucht, und fast alle pflegen es nicht. Genau da liegt die Chance.
Schritt 1: Prüfen, ob es Ihr Profil schon gibt
Googeln Sie Ihren Firmennamen plus Ort. Erscheint rechts (am Handy oben) eine Box mit Karte und Ihren Daten, existiert das Profil bereits, meist automatisch von Google angelegt. Steht darin „Inhaber dieses Unternehmens?“, wurde es noch nie beansprucht. Dann kann jeder Fremde Änderungen vorschlagen, und Sie können nichts steuern.
Schritt 2: Beanspruchen oder anlegen
Über business.google.com mit einem Google-Konto anmelden, das dauerhaft der Firma gehört (nicht das private Konto eines Mitarbeiters). Bestehendes Profil beanspruchen oder neues anlegen. Google verifiziert per Postkarte, Telefon, Video oder E-Mail. Die Postkarte dauert bis zu zwei Wochen, die Videoverifizierung geht oft am selben Tag.
Schritt 3: Kategorie richtig wählen
Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchen Sie erscheinen. „Tischler“ ist nicht dasselbe wie „Möbelgeschäft“. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Hauptgeschäft am genauesten beschreibt, und ergänzen Sie bis zu neun Nebenkategorien (etwa „Küchenstudio“, „Innenausbau“).
Schritt 4: Alle Felder ausfüllen
Google bevorzugt vollständige Profile. Adresse, Einzugsgebiet (bei Betrieben ohne Ladengeschäft), Öffnungszeiten inklusive Feiertagsregelung, Telefonnummer, Website, Beschreibung (750 Zeichen: was Sie tun, für wen, seit wann, wo), Leistungen mit Preisen oder Preisspannen, Attribute wie „Barrierefrei“ oder „Notdienst“.
Wichtig: Name, Adresse und Telefonnummer müssen exakt so geschrieben sein wie auf der Website und in anderen Verzeichnissen. Abweichungen („Str.“ gegen „Straße“) verwirren Google.
Schritt 5: Fotos, die Vertrauen schaffen
Profile mit Fotos bekommen deutlich mehr Anfragen. Mindestens: Logo, Außenansicht des Betriebs, Innenansicht oder Werkstatt, Team, fünf bis zehn Referenzfotos. Keine Stockfotos. Handyfotos bei Tageslicht reichen, wenn sie scharf sind. Einmal im Monat zwei neue Fotos hochladen, Google merkt Aktivität.
Schritt 6: Bewertungen aktiv sammeln
Bewertungen sind neben der Entfernung der wichtigste Faktor für die Reihung in der Karte. Warten Sie nicht darauf. Bitten Sie nach jedem abgeschlossenen Auftrag freundlich um eine Bewertung, am besten mit dem direkten Link (im Profil unter „Bewertungen erhalten“). Als QR-Code auf die Rechnung, als Satz in der Abschluss-E-Mail. Auf jede Bewertung antworten, auch auf die kritischen, sachlich und kurz.
Schritt 7: Beiträge und Fragen
Das Profil hat einen Beitragsbereich, der wie ein kleiner Blog funktioniert: aktuelle Projekte, Aktionen, Saisonhinweise. Ein Beitrag pro Woche mit Foto hält das Profil lebendig. Unter „Fragen und Antworten“ können Sie selbst die häufigsten Kundenfragen eintragen und beantworten.
Was das Profil nicht ersetzt
Das Unternehmensprofil verlinkt auf Ihre Website, und Google gleicht beides ab. Passen Name, Adresse, Telefonnummer und Leistungen nicht zusammen, oder ist die Website langsam und ohne Impressum, leidet auch das Profil. Prüfen Sie deshalb beides: Unser kostenloser Check zeigt in 30 Sekunden, ob Ihre Website mit dem Profil verknüpft ist und was Google an der Seite selbst bemängelt.
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