Ratgeber · 5 Min. Lesezeit

Was ein kostenloser SEO-Check wirklich prüft (und was nicht)

Was ein automatischer SEO-Check misst, was er nicht sehen kann und wie Sie das Ergebnis richtig lesen. Mit den 33 Prüfpunkten des Gratis-Checks.

Wer bei Google „SEO Check“ eingibt, findet Dutzende Werkzeuge, die eine Website in Sekunden bewerten. Die meisten liefern eine Zahl zwischen 0 und 100, manche ein Ampelsystem, fast alle am Ende ein Angebot. Für den Inhaber eines kleinen Betriebs bleibt die Frage offen: Was wurde da eigentlich geprüft, was sagt die Zahl aus, und was soll ich jetzt tun? Dieser Artikel erklärt am Beispiel unseres kostenlosen Checks, was ein automatischer SEO-Test leisten kann, wo seine Grenzen liegen und woran Sie ein brauchbares Ergebnis erkennen.

Was ein automatischer SEO-Check kann

Ein SEO-Check ruft Ihre Website so auf, wie Google es tut, und vergleicht das Gefundene mit einer Liste von Regeln. Er prüft messbare Dinge: Gibt es einen Seitentitel und wie lang ist er? Gibt es eine Hauptüberschrift? Sind die Bilder beschrieben? Ist die Seite verschlüsselt? Wie schnell antwortet der Server? Ist ein Impressum verlinkt? Jede dieser Fragen hat eine eindeutige Antwort. Deshalb kann ein Programm sie in Sekunden beantworten, und deshalb ist das Ergebnis verlässlich, solange die Regeln vernünftig sind.

Unser kostenloser Check prüft die Startseite Ihrer Website auf 33 Punkte, dazu die Dateien robots.txt und Sitemap. Die Punkte sind in fünf Bereiche gegliedert.

Inhalt und Suchmaschinen. Seitentitel, Beschreibung für die Google-Trefferliste, Überschriften, Textmenge, Freigabe für Google, Bildbeschreibungen. Hier entscheidet sich, ob Google versteht, worum es auf der Seite geht, und ob der Treffer zum Anklicken einlädt.

Mobil und Ladezeit. Darstellung am Smartphone, Antwortzeit des Servers, Seitengröße, Script-Ballast. Google bewertet Websites nach ihrer Handy-Version, und wer am Handy lange wartet, ruft die Konkurrenz an.

Technik und Sicherheit. Verschlüsselung (das Schloss in der Adresszeile), Weiterleitungen, unsichere Inhalte, sichtbare Systemversionen, die Angreifern verraten, womit die Seite gebaut ist.

Vertrauen und Recht. Impressum, Datenschutzerklärung, antippbare Telefonnummer, Kontaktmöglichkeit, Aktualität (etwa die Jahreszahl im Fußbereich).

Auffindbarkeit und Reichweite. Sitemap, robots.txt, strukturierte Firmendaten, Verknüpfung mit dem Google-Unternehmensprofil, Social-Media-Links, Vorschau beim Teilen in WhatsApp oder LinkedIn.

Das Ergebnis besteht aus einem Gesamtwert von 0 bis 100, einem Wert je Bereich und jedem Prüfpunkt mit Befund: passt, verbessern oder kritisch. Die drei dringendsten Punkte bekommen gleich eine Empfehlung dazu.

Wie Sie das Ergebnis richtig lesen

Der Gesamtwert ist ein Zeiger, kein Urteil. Wichtiger als die Zahl sind die kritischen Punkte. Ein fehlendes Impressum oder eine für Google gesperrte Startseite wiegen schwerer als ein zu langer Seitentitel, auch wenn beides den Wert drückt. Lesen Sie zuerst die kritischen Punkte, dann die Verbesserungen, und erledigen Sie, was Sie selbst erledigen können: Texte, Bildbeschreibungen, Telefonnummer, Jahreszahl. Den Rest geben Sie an Ihren Webdesigner weiter.

Umgekehrt gilt: 100 Punkte bedeuten nicht Platz 1 bei Google. Der Check misst, ob die Grundlagen stimmen. Ob Sie für „Installateur Linz“ gefunden werden, hängt zusätzlich von Ihren Texten, Ihrem Google-Unternehmensprofil, Ihren Bewertungen und von den Mitbewerbern ab. Welche Ursachen hinter fehlender Sichtbarkeit stecken können, zeigt der Ratgeber Die zwölf häufigsten Gründe, warum eine Firmenwebsite bei Google nicht gefunden wird.

Was kein SEO-Check prüfen kann

Ein automatischer Test hat klare Grenzen, und ein seriöser Anbieter nennt sie.

Er sieht keine Rankings. Auf welcher Position Ihre Website für welche Suchanfrage steht, weiß nur Google selbst. Diese Daten bekommen Sie kostenlos über die Google Search Console, die Einrichtung erklärt unsere Anleitung zur Search Console.

Er beurteilt nicht, ob Ihre Texte gut sind. Der Check zählt Wörter und erkennt Überschriften. Ob der Text die Fragen Ihrer Kunden beantwortet, ob die Leistung klar benannt ist und ob der Ort vorkommt, in dem Sie gefunden werden wollen, muss ein Mensch lesen.

Er prüft nur, was er aufruft. Der Gratis-Check nimmt die Startseite. Die Leistungsseiten, auf denen Kunden nach einer Suche landen, bleiben dabei ungeprüft.

Er ersetzt keine Rechtsberatung. Ob ein Impressum verlinkt ist, kann ein Programm sehen. Ob es alle Pflichtangaben enthält und ob die Datenschutzerklärung zu den eingesetzten Diensten passt, kann es nicht beurteilen.

Er kennt Ihre Mitbewerber nicht. Ein guter Wert sagt nichts darüber, ob der Betrieb zwei Straßen weiter bessere Voraussetzungen hat.

Woran Sie einen brauchbaren SEO-Check erkennen

Ein brauchbares Werkzeug zeigt jeden Prüfpunkt mit Befund, nicht nur eine Zahl. Es erklärt in verständlicher Sprache, warum ein Punkt wichtig ist und was zu tun ist. Es verlangt für das Ergebnis keine E-Mail-Adresse und keine Anmeldung. Es verwechselt Verbesserungen nicht mit Notfällen: Ein fehlender Alt-Text ist ärgerlich, eine für Google gesperrte Website ist ein Problem. Und es trennt sauber, was kostenlos ist und was kostet.

Skeptisch sollten Sie werden, wenn ein Test nach 30 Sekunden einen „dringenden Handlungsbedarf“ meldet und gleich ein Beratungsgespräch anbietet, ohne dass Sie den einzelnen Befund sehen. Ebenso, wenn der Wert ohne Begründung schlecht ausfällt. Prüfen Sie dann dieselbe Adresse mit einem zweiten Werkzeug.

Gratis-Check oder Vollbericht: wo der Unterschied liegt

Der Gratis-Check beantwortet eine Frage: Stimmen die Grundlagen auf meiner Startseite? Dafür reicht er vollkommen, und Sie können ihn bis zu fünfmal am Tag nutzen, etwa um nach einer Änderung nachzusehen, ob der Punkt jetzt passt.

Der Vollbericht (49 € einmalig, inklusive Umsatzsteuer) beantwortet die Frage: Warum werde ich nicht gefunden und was tue ich in welcher Reihenfolge? Dafür prüft er die Startseite und bis zu 12 Unterseiten einzeln, misst die Ladezeit mit Google PageSpeed am Handy und am Computer, schlägt neue Seitentitel und Beschreibungen vor (vorher und nachher zum Vergleich) und listet Suchbegriffe Ihrer Branche, die auf der Website fehlen. Jeder Befund steht mit Folge und Lösung, sortiert nach Wirkung, in einem PDF mit rund 18 Seiten, das Sie direkt an Ihren Webdesigner weitergeben können. Die Einzelheiten stehen auf der Seite Preise.

Wer dauerhaft nicht nachsehen will, lässt die Website wöchentlich automatisch prüfen und bekommt eine E-Mail, sobald sie nicht erreichbar oder für Google gesperrt ist. Für die meisten kleinen Betriebe ist aber der erste Schritt derselbe: einmal die eigene Startseite durchleuchten lassen und die kritischen Punkte abarbeiten.

Geben Sie die Adresse Ihrer Website ein, und in rund 30 Sekunden sehen Sie alle 33 Prüfpunkte mit Befund, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse: Website kostenlos prüfen.

Wie steht Ihre Website da?

Kostenloser Check in 30 Sekunden, ohne Anmeldung.

Kostenlos, ohne Anmeldung, Ergebnis in etwa 30 Sekunden. Es wird nur die Startseite geprüft.