Ratgeber · 3 Min. Lesezeit

Sechs Maßnahmen, die Ihre Website schneller machen, ohne Programmierkenntnisse

Langsame Website? Diese sechs Maßnahmen bringen bei kleinen Firmenwebsites am meisten, sortiert nach Wirkung, und die meisten schaffen Sie selbst.

Eine Firmenwebsite, die am Handy fünf Sekunden zum Laden braucht, verliert rund die Hälfte der Besucher, bevor sie überhaupt etwas gesehen haben. Google misst die Ladezeit und lässt sie in die Reihung einfließen. Die gute Nachricht: Bei kleinen Websites sind fast immer dieselben wenigen Dinge schuld, und die wirksamsten Maßnahmen brauchen keinen Programmierer.

1. Bilder verkleinern (größter Hebel)

Bei neun von zehn langsamen Firmenwebsites sind die Bilder der Grund. Ein Foto direkt aus der Kamera hat 4 bis 8 Megabyte. Auf der Website braucht es 100 bis 200 Kilobyte, also ein Vierzigstel davon. Der Besucher sieht keinen Unterschied, die Seite lädt in einem Bruchteil der Zeit.

So geht es: Bilder vor dem Hochladen auf maximal 1.600 Pixel Breite verkleinern und als WebP oder als JPG mit 75 Prozent Qualität speichern. Kostenlose Werkzeuge: squoosh.app (im Browser), in WordPress Plugins wie ShortPixel oder Imagify, die bestehende Bilder nachträglich komprimieren.

2. Caching aktivieren

Ohne Caching baut der Server jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen. Mit Caching liefert er eine fertige Kopie aus. Das halbiert die Antwortzeit oft. In WordPress erledigen das Plugins wie WP Rocket (kostenpflichtig, sehr einfach) oder LiteSpeed Cache (kostenlos, wenn der Hoster LiteSpeed nutzt). Viele Hoster bieten Caching auch direkt im Kundenbereich an, ein Klick genügt.

3. Plugins ausmisten

Jedes Plugin lädt eigene Dateien, oft auf jeder Seite, auch wenn es nur an einer Stelle gebraucht wird. Ein Slider, ein Kontaktformular, ein Social-Media-Feed, ein Cookie-Banner, ein Sicherheitsplugin, ein SEO-Plugin, ein Statistik-Plugin: das läppert sich. Alles deaktivieren und löschen, was nicht zwingend nötig ist. Unter zehn Plugins ist ein guter Richtwert.

4. Schriftarten reduzieren

Jede eingebundene Schriftart in jedem Schnitt ist eine eigene Datei. Zwei Schriften in je zwei Schnitten (normal und fett) reichen für fast jede Website. Wer Google Fonts nutzt, sollte sie lokal einbinden, das ist auch datenschutzrechtlich sauberer.

5. Videos nicht direkt einbetten

Ein eingebettetes YouTube-Video lädt beim Seitenaufruf mehrere hundert Kilobyte Scripts, auch wenn niemand auf Play drückt. Lösung: ein Vorschaubild zeigen und das Video erst beim Klick laden. WordPress-Plugins wie WP YouTube Lyte machen das automatisch.

6. Hosting prüfen

Wenn die Seite auch nach den Punkten 1 bis 5 mehr als eine Sekunde braucht, bis überhaupt etwas erscheint, liegt es oft am Hosting. Sehr günstige Pakete teilen sich einen Server mit hunderten anderen Websites. Ein Wechsel auf einen Tarif mit garantierten Ressourcen kostet meist 10 bis 20 Euro im Monat und ist die einzige Maßnahme in dieser Liste, die Geld kostet.

Wie Sie messen, ob es gewirkt hat

Google stellt mit PageSpeed Insights (pagespeed.web.dev) ein kostenloses Messwerkzeug bereit. Wichtig ist der Wert für Mobil, nicht für Desktop. Unter 50 ist kritisch, ab 80 ist gut. Messen Sie vor und nach jeder Maßnahme, dann sehen Sie, was wirklich etwas gebracht hat.

Unser kostenloser Website-Check misst die Antwortzeit Ihres Servers, die Größe der Startseite und die Anzahl geladener Scripts und ordnet die Werte ein. Im Vollbericht ist die PageSpeed-Messung für Mobil und Desktop enthalten, mit konkreten Hinweisen, welche der sechs Maßnahmen bei Ihrer Website am meisten bringt.

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Kostenlos, ohne Anmeldung, Ergebnis in etwa 30 Sekunden. Es wird nur die Startseite geprüft.