Ratgeber · 4 Min. Lesezeit
SEO für Garten- und Landschaftsbauer in Österreich
Wie Gartenbaubetriebe bei Google gefunden werden: Leistungsseiten je Gewerk, Projektfotos mit Beschreibung, Einzugsgebiet im Text, Google-Unternehmensprofil.
Wer einen Garten anlegen lassen will, sucht heute bei Google. „Gartengestaltung Mödling“, „Terrasse anlegen lassen“, „Poolbau Niederösterreich“: Hinter jeder dieser Anfragen steht ein Auftrag, der irgendwo landet. Ob er bei Ihnen landet, entscheidet sich nicht an der Qualität Ihrer Arbeit, sondern daran, ob Google Ihre Website für diese Anfrage überhaupt kennt. SEO für Garten- und Landschaftsbauer heißt deshalb nicht, an technischen Schrauben zu drehen, sondern der Website beizubringen, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten und warum man Ihnen vertrauen kann. Die folgenden Punkte sind ohne Programmierkenntnisse umsetzbar, am besten in dieser Reihenfolge.
Eine Seite pro Gewerk statt einer Sammelseite
Die meisten Websites von Gartenbaubetrieben haben eine Seite „Leistungen“, auf der alles steht: Gartengestaltung, Pflasterung, Teichbau, Baumschnitt, Winterdienst. Für Google ist so eine Seite ein Problem, weil sie für keine einzige Anfrage die beste Antwort ist. Wer nach „Naturpool bauen lassen“ sucht, bekommt eine Seite angezeigt, auf der der Naturpool in einem Absatz unter zehn anderen vorkommt. Google zeigt lieber die Seite eines Mitbewerbers, die nur vom Naturpool handelt.
Legen Sie deshalb für jede Leistung, mit der Sie Geld verdienen, eine eigene Unterseite an. Jede dieser Seiten braucht einen eigenen Seitentitel, eine Überschrift mit der Leistung und einen Text, der die typischen Fragen Ihrer Kunden beantwortet: Wie läuft ein Projekt ab, wie lange dauert es, welche Materialien kommen zum Einsatz, was kostet es ungefähr. Fünf gute Leistungsseiten bringen mehr als fünfzig Fotos auf einer Sammelseite. Warum das so ist, erklärt der Ratgeber Warum die lange Startseite bei Google verliert und eine Seite pro Leistung gewinnt.
Projektfotos mit Beschreibung statt einer stummen Galerie
Kaum eine Branche hat so gutes Bildmaterial wie der Garten- und Landschaftsbau, und kaum eine nutzt es so schlecht. Die typische Galerie besteht aus hundert Fotos ohne Text. Google kann Bilder nicht ansehen, es liest nur den Dateinamen und die Bildbeschreibung (den sogenannten Alt-Text). „IMG_4711.jpg“ sagt nichts, „Naturpool mit Holzdeck in Klosterneuburg“ sagt alles.
Ordnen Sie Ihre besten Projekte nach Leistung und schreiben Sie zu jedem Projekt zwei bis drei Sätze: Ort, Aufgabe, verwendete Pflanzen und Materialien, Besonderheiten. Geben Sie jedem Bild eine Beschreibung in ganzen Worten. Zwanzig beschriebene Projekte wirken bei Google und bei Kunden stärker als eine unsortierte Masse. Als Nebeneffekt erscheinen Ihre Fotos auch in der Google-Bildersuche, die bei Gartenprojekten überraschend oft der Einstieg ist.
Das Einzugsgebiet gehört in den Text, nicht nur ins Impressum
Google ordnet einen Betrieb nur dann einer Region zu, wenn die Region auf der Website vorkommt. Viele Gartenbaubetriebe schreiben „wir arbeiten in ganz Ostösterreich“ oder nennen gar keinen Ort. Beides hilft nicht. Nennen Sie Ihren Standort und die Orte, in denen Sie regelmäßig arbeiten, konkret: im Seitentitel der Startseite („Garten- und Landschaftsbau in Baden bei Wien“), im Fußbereich jeder Seite und auf einer eigenen Seite, die Ihr Einsatzgebiet mit Ortsnamen beschreibt.
Haben Sie in bestimmten Orten viele Projekte umgesetzt, lohnt sich sogar eine eigene Seite pro Ort, auf der die dortigen Projekte mit Fotos und Beschreibung stehen. So eine Seite rankt für „Gartengestaltung + Ort“ deutlich besser als jede allgemeine Leistungsseite.
Google-Unternehmensprofil als zweites Schaufenster
Bei regionalen Suchen wie „Gärtner in der Nähe“ zeigt Google über den normalen Treffern eine Karte mit drei Betrieben. Dort hinein kommt nur, wer ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil hat. Für einen Gartenbaubetrieb heißt das: richtige Kategorie (Landschaftsgärtner oder Garten- und Landschaftsbau), Einzugsgebiet eingetragen, Leistungen angelegt, aktuelle Projektfotos hochgeladen und Bewertungen beantwortet. Das Profil ist kostenlos und in einer Stunde eingerichtet. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie im Ratgeber Google-Unternehmensprofil für Handwerker und Dienstleister in sieben Schritten.
Wichtig ist, dass Name, Adresse und Telefonnummer im Profil genau so geschrieben sind wie auf der Website. Abweichungen (einmal „GmbH“, einmal nicht, einmal die alte Adresse) verwirren Google und kosten Vertrauen.
Die Saison beginnt bei Google im Winter
Gartenbau ist Saisongeschäft, die Suche ist es nicht. Wer im Mai einen Pool will, hat im Jänner angefangen zu lesen. Wer im Frühjahr einen Garten plant, vergleicht im Winter Betriebe. Eine Website, die zur Hochsaison gut sichtbar ist, muss die Monate davor sichtbar gewesen sein, weil Google neue Seiten und Änderungen erst mit Verzögerung bewertet.
Nutzen Sie die ruhigen Monate, um Leistungsseiten für die kommende Saison zu schreiben und die Projekte des Vorjahres mit Fotos und Text zu dokumentieren. Im Herbst lohnt sich eine Seite für Baumschnitt und Winterdienst, damit auch die Nebensaison Anfragen bringt.
Vertrauen sichtbar machen
Ein Gartenprojekt kostet schnell einen fünfstelligen Betrag. Bevor jemand anfragt, will er wissen, mit wem er es zu tun hat. Zeigen Sie das Team mit echten Fotos, nennen Sie Meisterbrief, Gewerbeberechtigung und Mitgliedschaften, binden Sie Google-Bewertungen ein und machen Sie die Telefonnummer auf dem Handy antippbar. Ein Kontaktformular mit drei Feldern (Name, Telefon, kurze Beschreibung) bringt mehr Anfragen als ein Formular mit zehn Pflichtfeldern.
Was Sie heute prüfen können
Ob Ihre Website für diese Punkte bereit ist, lässt sich in wenigen Minuten feststellen. Der kostenlose Check prüft Ihre Startseite auf über 30 Punkte, darunter Seitentitel, Bildbeschreibungen, Standortangaben, Ladezeit und Handy-Darstellung, und zeigt konkret, was zu tun ist. Für Gartenbaubetriebe gibt es dazu eine eigene Seite mit den typischen Schwachstellen der Branche: Website-Check für Gartenbaubetriebe. Oder Sie geben Ihre Adresse direkt ein: Website kostenlos prüfen.
Wie steht Ihre Website da?
Kostenloser Check in 30 Sekunden, ohne Anmeldung.